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Das neue alte Autonarr-Blog

Mal keine Nebensache!

Für mich sind Autos die schönste Nebensache der Welt. Aber was ist denn dann die Hauptsache? Der Mensch!

Vor einigen Monaten fragte mich ein ein nicht mehr ganz junger Mann, arabischer Typ auf den ersten Blick,  was ich denn über den Iran wisse. Ich weiß nicht mehr genau was ich sagte. Wohl etwas über die reiche Geschichte die der Iran hat, aber heute wohl aus unsere Perspektive als Diktatur erscheint. Genau da gab er mir recht, und stellte mir einen kleinen Hefter mit Material über Menschenrechtsverletzungen vor. Aber mehr noch, er zeigte mir was er und seine Freunde oder auch Gleichgesonnenen machen. Er zeigte mir Aktionen, Demonstrationen und was auch Internationale Anwälte tun um Menschen im Iran zu helfen.

Warum komme ich jetzt nach Monaten wieder drauf zurück? Dieser Verein hat ein neues Projekt gestartet kann man sagen. Sie Konzetrieren sich ganz besonders darauf Inhaftierte frei zu bekommen. Es sind nicht einfach Inhaftierte. Sie sitzen in Todeszellen und müssen damit rechnen auch tatsächlich hingerichtet zu werden. Ihr Verbrechen:  Beleidigung der Staatsführung, Hetze gegen den Staat und ähnlich heißen die Anschuldigungen. Das kennen wir Deutschen schon. Ältere Menschen können sich sicher noch an das dritte Reich erinnern. Da waren die Anklagen ähnlich. Und ähnlich haltlos, die Strafen genauso drakonsich und unmenschlich. In der DDR waren die Strafen eher selten gleich Todesurteile, aber Jahrelanges Gefängnis wegen harmlosen Schriften auch völlig überzogen. Zurück zum Iran.

Viele Iraner bezeichnen Mahmud Ahmadinedschad als neuen Hitler. Fakt ist, das Leuten die vom Islam weg konvertieren die Todesstrafe droht. Es ist ein unverzeihlicher Abfall vom Glauben nach islamischen Recht. Ob die Menschen die in den Todeszellen sitzen eventuell noch Jugendliche sind spielt auch keine Rolle. Derzeit sitzen zahlreiche Menschen in Todeszellen, die zum Zeitpunkt der “Straftat” unter 18 waren. Unerheblich, auch sie sollen hingerichtet werden.

Ein weiteres Beispiel wofür man mit dem Tode bestraft werden kann: Eine Ehefrau, deren Ehemann sich für die Menschen im Iran engagiert besuchte für einige Wochen ihre Familie im Iran. Nach 4 Wochen war sie etwas Einkaufen und sah ein Demonstration. Diese war regierungskritisch aber friedlich. Regierungskrfäfte schossen wahllos in die Menge. Die besagte Ehefrau ist Krankenschwester, daher schon von Ihrem Beruf verpflichtet den Verwundeten zu helfen. Was sie auch tat. Nun galten die Demonstranten aber als Ungläubig, und jeder der ihnen half ebenfalls. Die Ehefrau wurde weil sie ihre Pflicht tat hingerichtet. Die Tochter ist bis heute im Iran, durfte nicht zu Ihrem Vater ausreisen. Sie ist in Sippenhaft.

Gegen solches Unrecht kämpft der “Verein für Menschen und Freiheit e.V.” Im Netz unter : http://www.vmfreiheit.de/ Erfreulicherweise doch mit einigen Erfolgen. So konnten im letzten Jahr 105 Menschen vor der Todesstrafe gerettet werden. Allerdings, auch wenn die Anwälte für die Häftlinge ehrenamtlich arbeiten, genauso wie die Mitglieder des Vereins, die Aktionen mit denen man Druck ausübt kosten Zeit und Geld. Sie brauchen Hilfe. Wer Geld spenden kann der Spende. Aber was vieleicht noch wichtiger ist: Sie können auch Euch brauchen. Und sei es bloß das Ihr zur nächsten Demonstration kommt. Jede Stimme zählt. Und mit der Teilnahme zeigt ihr das Ihr Eure Stimme auch benutzt. Schaut Euch die Seite an, informiert Euch, wenn ihr wollt nehmt kontakt auf und/oder spendet. Noch besser wäre es Ihr würdet davon weiter erzählen. Denn das ist das wichtigste: Öffentlicher Druck. Denn das Regime im Iran kann und darf nicht so weitermachen. Laßt nicht zu das es so weiter geht im Iran!

Do, Januar 22 2009 » Allgemein

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